Übersicht

Mefisto ist ein Leitprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Forschungsprogramm „IKT 2020 – Softwaresysteme und Wissenstechnologien“. Im Zeitraum von April 2009 bis September 2012 haben zwölf Partner aus Wissenschaft und Industrie in Mefisto neue Lösungen für das IT-gestützte Planen und Bauen erforscht.


Die folgenden Webseiten dokumentieren die Ziele und Ergebnisse des Mefisto-Projektes. Detaillierte Informationen zu den entwickelten Technologien und ihrem Einsatz finden Sie insbesondere unter:

Einleitung

Ziel des Mefisto-Projektes war die Entwicklung eines Managementführungssystems für die partnerschaftliche, prozessgesteuerte und risikokontrollierte Abwicklung von Bauprojekten. Mit Hilfe der entwickelten Technologien können digitale Gebäudemodelle (Building Information Models, BIM) mit anderen Leistungs-, Kosten-, Termin- und Risikomodellen zu so genannten Multimodellen verknüpft werden. Im Bauprojekt bieten Multimodelle die Grundlage für die kollaborative Bearbeitung von Planungs- und Controllinginformationen, die transparente Darstellung komplexer Bauaufgaben und die effiziente Erstellung weiterer Analysemodelle, z.B. zur Risikoanalyse und Bauablaufsimulation.

Projektergebnisse

Im Mefisto-Projekt wurden Methoden und Technologien für das Planen und Bauen mit Multimodellen entwickelt und damit die Grundlagen für eine neue Form der partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Bauprojekt geschaffen. Ergebnisse des Projektes sind zunächst Datenspezifikationen, Methoden und Softwaresysteme, um Multimodelle mit Planungs- und Controllinginformationen zu erstellen, auszutauschen, zu prüfen, zu visualisieren und in weiterführenden Simulations- und Analysemodellen zu nutzen. Ein beachtlicher Teil dieser Entwicklungen wird von Projektpartnern bereits heute im operativen Geschäft getestet und nach Projektende auch im Rahmen kommerzieller Softwareprodukte angeboten.

Im Projekt hat sich die Bedeutung digitaler Gebäudemodelle (Building Information Models, BIM) und integrierter Prozessmodelle für das computergestützte Planen und Bauen erneut bestätigt. Darüber hinaus wurden in der Projektzusammenarbeit weitere Schlüsseltechnologien identifiziert und entwickelt, für:

  • die flexible Kombination von Fachmodellen, um Projektinformationen flexibler integrieren, prüfen und weiterverwenden zu können,
  • die hierarchische Modellierung, um aussagekräftige Fachmodelle bei geringer Komplexität und minimiertem Modellierungsaufwand zu erhalten,
  • den Aufbau von Simulations- und Analysemodellen, um die Konsequenzen von Planungen und Ausführungen schneller und umfassender voraussehen zu können, und
  • die Definition von Modellinhalten und -qualitäten, um die Fachmodelle gezielter erstellen und effektiver prüfen zu können.

Neben den Softwarelösungen sind wertvolle Ergebnisse des Projektes die gemeinsam entwickelten Vorstellungen darüber, wie computergestütztes Planen und Bauen in der Praxis ganz konkret aussehen kann. Geschäftsprozesse und Kooperationsverfahren dokumentieren das gemeinsame Verständnis über die Arbeitsaufgaben und Begrifflichkeiten sowie über die sich daraus ergebenden Anforderungen an die einzelnen Fachmodelle und Softwarewerkzeuge in der Objektplanung, im Bauprojektmanagement, in der Arbeitsvorbereitung, in der Prozesssimulation sowie im Risikomanagement.

Für die Erprobung und Präsentation der Projektentwicklungen wurden schließlich Demonstrationsszenarien auf der Grundlage von zwei realen Bauprojekten, einem Hochhaus und einem Flughafenterminal, erarbeitet. Im Abschnitt Demonstratoren können Teile dieser Demonstrationsprojekte heruntergeladen und getestet werden.

Danksagung

Unser Dank gilt den Mitwirkenden und Unterstützern des Mefisto-Projektes. In erster Linie danken wir dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die mit nahezu 10 Mio. Euro großzügige finanzielle Unterstützung des Projektes, die es erst ermöglicht hat, die komplexen Themen ganzheitlich in dieser Breite und Tiefe anzugehen. Den Projektpartnern sei gedankt, dass sie so engagiert und hartnäckig an der Entwicklung gemeinsamer Ziele und an der Umsetzung integrierter Technologien gearbeitet haben.

Raimar J. Scherer & Sven-Eric Schapke

Projektprofil

Förderprogramm:IKT 2020 – Forschung für Innovation
Förderschwerpunkt:Software Engineering
Förderkennzeichen:01LA09001
Projektvolumen:15,6 Mio. Euro, davon
Fördervolumen:9,4 Mio. Euro
Laufzeit:01.04.2009 - 30.09.2012
Koordinator:Prof. Dr.-Ing. Raimar J. Scherer, TU Dresden, Institut für Bauinformatik